IT-Lexikon · Cloud & Betrieb

Server Housing vs. Hosting

Beim Server Housing stellen Sie eigene Hardware in ein fremdes Rechenzentrum. Beim Hosting mieten Sie Server oder Ressourcen des Anbieters. Der Unterschied liegt in Eigentum, Verantwortung und Kostenstruktur.

Was ist Server Housing, was ist Hosting?

Server Housing (auch Colocation) bedeutet: Ihre Server bleiben Ihr Eigentum, stehen aber in einem professionellen Rechenzentrum mit gesicherter Stromversorgung, Klimatisierung, Brandschutz, Zutrittskontrolle und redundanter Internetanbindung. Sie oder Ihr Dienstleister betreiben die Systeme weiterhin selbst. Sie zahlen für Stellplatz, Strom und Anbindung.

Hosting bedeutet: Der Anbieter stellt die Hardware bereit – als dedizierter Server oder als virtuelle Ressourcen in seiner Cloud-Plattform. Sie mieten Rechenleistung, Speicher und Netzwerk, ohne Hardware zu kaufen. Wartung, Austausch und Erneuerung der Hardware liegen beim Anbieter; Betriebssystem und Anwendungen betreiben je nach Vertrag Sie oder ein Managed Service Provider.

KriteriumHousingHosting
Eigentum an HardwareSieAnbieter
Hardware-Austausch bei DefektSieAnbieter
KostenmodellInvestition plus Stellplatzmietemonatliche Miete
Skalierungneue Hardware kaufenRessourcen zubuchen

Warum die Frage für den Mittelstand relevant ist

Der klassische Serverraum im Betrieb hat Schwächen, die im Alltag unsichtbar bleiben: eine Klimaanlage ohne Redundanz, ein einzelner Stromkreis, eine Tür, die nicht immer abgeschlossen ist, Brandschutz nach Bürostandard. Ein Wasserschaden, ein Stromausfall im Gewerbegebiet oder ein Einbruch trifft die gesamte IT. Beide Modelle – Housing und Hosting – verlagern die Systeme in eine Umgebung, die für den Dauerbetrieb gebaut ist.

Housing lohnt sich, wenn Sie kürzlich in Hardware investiert haben, spezielle Systeme betreiben oder aus Lizenzgründen eigene Server benötigen. Hosting ist die Wahl, wenn Sie Investitionen vermeiden, flexibel skalieren und die Hardwareverantwortung abgeben wollen. Für die meisten Unternehmen mit 20 bis 250 Arbeitsplätzen in Mittelfranken ist Hosting im deutschen Rechenzentrum heute der wirtschaftlichere Weg – oft kombiniert mit Systemen, die aus technischen Gründen vor Ort bleiben.

Was passiert, wenn nicht? Der Serverraum bleibt die größte einzelne Schwachstelle im Betrieb – und der Ausfall trifft Produktion, Auftragsbearbeitung und Kommunikation gleichzeitig.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus setzt für Hosting auf die TERRA Cloud von Wortmann mit Rechenzentrum in Deutschland. Wir migrieren Ihre Server, betreiben sie mit Patchmanagement und Monitoring und sichern sie mit Backup und Disaster Recovery mit zugesicherten Ressourcen – alles beschrieben unter Cloud-Backup und Disaster Recovery. Wo Systeme vor Ort bleiben müssen – etwa Maschinensteuerungen in der Fertigung, siehe IT für Produktion –, härten wir den lokalen Betrieb und binden ihn in das Gesamtkonzept ein. Betrieb und Verantwortung regeln die Managed IT-Services; den Fall des Ausfalls deckt der IT-Notfallplan ab.

Häufige Fragen

Wo stehen meine Daten beim Hosting über BES?

In einem Rechenzentrum in Deutschland. Standort, Zertifizierungen und Auftragsverarbeitungsvertrag legen wir offen, damit Sie die Nachweise für Datenschutz und Compliance haben.

Was passiert bei Hosting, wenn die Internetverbindung ausfällt?

Dann erreichen Sie die Server nicht. Deshalb planen wir redundante Anbindungen oder eine Mobilfunk-Ausfallleitung und prüfen vorab, welche Anwendungen offline weiterlaufen müssen.

Kann ich vom Housing zum Hosting wechseln?

Ja. Viele Unternehmen nutzen Housing als Zwischenschritt, bis die vorhandene Hardware abgeschrieben ist, und migrieren dann in gemietete Ressourcen.