Jede Branche hat ihre eigenen Stolpersteine. Wir kennen sie, weil wir sie in der Region täglich sehen.
- ProduktionMaschinennetze trennen, Hallen-WLAN, Wiederanlauf
- LogistikScanner, mehrere Standorte, Erreichbarkeit
- HandelKassensysteme, Filialen, Shop-Anbindung
- ArztpraxenVertraulichkeit belegen, Praxissoftware, TI
- KanzleienRechtssichere Archivierung, Mandantentrennung
- Kommunen & StadtwerkeNIS2, Netztrennung, Nachweise für die Aufsicht
- DienstleisterMobiles Arbeiten, Cloud, Zusammenarbeit
Eigene Leute an drei Standorten in Mittelfranken – deshalb können wir im Notfall denselben Tag zusagen.
Hand in Hand
Alles rund um Ihre IT – aus einer Hand
Von der Leitung im Serverraum bis zur KI im Arbeitsalltag: zwölf Bereiche, für jeden davon eigene Spezialisten. Was BES nicht selbst macht, übernimmt ein Haus der L&S Unternehmensgruppe – abgestimmt, nicht weitergereicht.
Schwachstellenmanagement: wissen, welche Lücke bei Ihnen offen steht – bevor jemand anderes es weiß
Angriffe nutzen selten etwas Neues. Sie nutzen die Lücke, die seit acht Monaten bekannt ist und bei Ihnen noch offen steht, weil niemand systematisch danach sucht. Wir überwachen Ihre Server und Arbeitsplätze laufend auf bekannte Schwachstellen, bewerten die Funde nach Ihrem Risiko und sagen Ihnen jeden Monat, was zuerst geschlossen gehört.
Das Problem ist nicht die unbekannte Lücke
Wenn im Mittelstand etwas passiert, liegt es fast nie an einer brandneuen, noch unbekannten Sicherheitslücke. Es liegt an einer Schwachstelle, die seit Monaten in jeder Datenbank steht: ein Server, dessen Fernzugang nie aktualisiert wurde. Eine Java-Laufzeitumgebung, die eine Fachanwendung von 2016 mitbringt. Ein Browser-Erweiterungspaket auf zwölf Arbeitsplätzen. Der Datenbankdienst, den vor Jahren jemand für einen Test installiert hat und der seitdem mitläuft.
Solche Dinge fallen im Alltag nicht auf. Es funktioniert ja alles. Sie fallen auf, wenn jemand gezielt sucht – und das tun automatisierte Scanner im Netz rund um die Uhr, nicht nur bei Konzernen. Schwachstellenmanagement heißt schlicht: Wir suchen zuerst, laufend, und arbeiten die Funde in einer sinnvollen Reihenfolge ab.
Wie wir das machen
- Erfassung. Auf Servern und Arbeitsplätzen läuft ein schlanker Agent, der die installierte Software und deren Versionsstände meldet – Betriebssystem, Anwendungen, Laufzeitumgebungen, Dienste, Konfigurationen.
- Abgleich. Diese Stände werden laufend gegen die öffentlichen Schwachstellendatenbanken verglichen. Erscheint heute eine neue Meldung zu einer Software, die Sie einsetzen, wissen wir es, ohne dass ein Scan geplant werden muss.
- Bewertung. Nicht jeder Fund ist dringend. Wir sehen uns an, ob das betroffene System aus dem Internet erreichbar ist, ob die Lücke tatsächlich ausgenutzt wird und was an dem System hängt. Ein Server im Zugriff von außen wiegt schwerer als ein Arbeitsplatz im Innennetz.
- Behebung. Was sich über das Patchmanagement schließen lässt, schließen wir im nächsten Wartungsfenster. Für den Rest gibt es einen benannten Vorschlag: Dienst abschalten, Version wechseln, Zugriff einschränken, Hersteller ansprechen.
- Bericht. Einmal im Monat eine Seite für die Geschäftsführung – wie viele Funde, wie viele geschlossen, was offen ist und warum – und die Detailliste für Ihre IT.
Was der Dienst abdeckt – und was nicht
Hier werden in Angeboten gern große Worte gemacht, deshalb sagen wir es genau: Die Erkennung arbeitet agentenbasiert. Überwacht wird, worauf sich ein Agent installieren lässt – Windows-Server, Linux-Server, virtuelle Maschinen, Arbeitsplätze, in vielen Fällen auch Terminalserver und Cloud-Instanzen.
Geräte ohne Agent sind damit nicht erfasst. Firewall, Switches, Access Points, Drucker, NAS-Systeme, Kameras, Steuerungsrechner in der Produktion, USV-Karten: Auf diesen Geräten kann keine Software installiert werden. Wer Ihnen für den Grundpreis „alle Geräte in Ihrem Netz" verspricht, verkauft entweder etwas anderes oder ist ungenau.
Für diese Geräteklassen bieten wir einen ergänzenden Netzwerkscan an, der das Netz von innen absucht, offene Dienste erfasst und Firmware-Stände bekannter Geräte erkennt. Er wird gesondert eingerichtet und abgerechnet, weil er andere Technik braucht und in Produktionsnetzen vorsichtig geplant werden muss. Im Vorgespräch sehen wir uns an, ob er bei Ihnen nötig ist – bei einer Umgebung aus Servern und Arbeitsplätzen oft nicht, bei einem Betrieb mit Maschinennetz fast immer.
Betrieb in einem deutschen Rechenzentrum
Wir betreiben die Auswertungsplattform selbst, in einem Rechenzentrum in Deutschland, und geben keine Lizenzgebühr je überwachtem Gerät weiter. Das ist der Grund, warum die Staffel unten deutlich unter dem liegt, was vergleichbare Werkzeuge allein an Lizenz kosten. Ihre Daten – welche Software bei Ihnen läuft, welche Lücken offen sind – bleiben damit in einer Umgebung, die wir verantworten, und wandern nicht in die Auswertung eines Anbieters außerhalb der EU. Die Liste Ihrer Schwachstellen ist eine der sensibelsten Auskünfte über Ihr Unternehmen; sie gehört nicht beliebig verteilt.
Schwachstellenscan, Pentest, EDR – was ist was?
| Was es tut | Wann sinnvoll | |
|---|---|---|
| Schwachstellenmanagement | Sucht laufend nach bekannten Lücken in installierter Software und priorisiert sie | Dauerhaft, als Grundlage. Zeigt, wo Sie angreifbar sind, bevor es jemand ausprobiert |
| Penetrationstest | Ein Mensch versucht gezielt einzudringen und verkettet Schwächen | Punktuell, etwa jährlich oder vor einer Zertifizierung. Ersetzt die laufende Suche nicht |
| EDR / XDR | Erkennt verdächtiges Verhalten auf Geräten und reagiert darauf | Dauerhaft, parallel. Greift, wenn jemand bereits drin ist |
| Patchmanagement | Spielt Aktualisierungen planmäßig ein | Dauerhaft. Ist die Hand, die schließt, was der Scan findet |
Die vier ergänzen einander. Schwachstellenmanagement ist dabei das günstigste Element und das mit der breitesten Wirkung – es verkleinert die Angriffsfläche, statt erst beim Angriff zu reagieren.
Preise nach überwachten Systemen
Gezählt wird, worauf ein Agent läuft: Server, virtuelle Maschinen und Arbeitsplätze.
| Überwachte Systeme | Monatlich | Vergleichbare Werkzeuge, nur Lizenz |
|---|---|---|
| bis 25 | 179 € | ca. 167 € |
| bis 50 | 279 € | ca. 333 € |
| bis 100 | 449 € | ca. 667 € |
| bis 250 | 749 € | ca. 1.667 € |
| darüber | auf Anfrage | – |
Alle Preise netto zzgl. MwSt. Einrichtung einmalig nach Aufwand – Agenten ausrollen, Grundzustand aufnehmen, Fehlalarme aussortieren; den Umfang nennen wir vorab als Festpreis. Die Vergleichsspalte rechnet marktübliche Listenpreise von 80 € je System und Jahr auf den Monat um und enthält ausschließlich die Lizenz: Auswertung, Bewertung und Bericht sind dort nicht dabei. Der ergänzende Netzwerkscan für Geräte ohne Agent wird gesondert angeboten.
Für Kunden mit IT-Flatrate läuft die Behebung über das ohnehin laufende Patchmanagement – dann entsteht außer dem Scanpreis kein zusätzlicher Aufwand. Ohne Betreuungsvertrag berechnen wir die Umsetzung nach Aufwand oder liefern Ihrer eigenen IT die priorisierte Liste.
Was im Monatsbericht steht
- Zahl der überwachten Systeme und der gefundenen Schwachstellen, nach Schweregrad getrennt
- Was seit dem letzten Bericht geschlossen wurde – und wie lange es im Schnitt gedauert hat
- Die fünf dringendsten offenen Punkte mit Begründung und Vorschlag
- Systeme, die aus dem Support gefallen sind und deshalb keine Aktualisierungen mehr bekommen
- Software, die niemand mehr braucht und die deshalb besser verschwindet
- Der Verlauf über zwölf Monate – die Zahl, die Versicherer und Prüfer sehen wollen
Nachweis für NIS2, ISO 27001 und Versicherer
Das NIS2-Umsetzungsgesetz verlangt einen Umgang mit Schwachstellen und deren Offenlegung, die ISO 27001 fordert das Management technischer Schwachstellen ausdrücklich, und im Antrag zur Cyber-Versicherung steht regelmäßig die Frage nach regelmäßigen Scans und definierten Patchfristen. Der Monatsbericht beantwortet das mit Zahlen statt mit einer Absichtserklärung – und zwar rückwirkend, was bei einer Prüfung der eigentliche Punkt ist.
Drei Sätze, die wir oft hören
„Unsere Systeme aktualisieren sich automatisch."
Windows und die großen Browser ja. Die Fachanwendung, die Datenbank darunter, die Laufzeitumgebung, die ein Setup vor Jahren mitgebracht hat, und die Serverdienste in aller Regel nicht. Genau dort sitzen die Funde, die im Erstscan auffallen.
„Wir haben doch eine Firewall."
Die schützt die Grenze. Eine Schwachstelle auf einem Arbeitsplatz wird aber von innen ausgenutzt – nach einer Mail, einem USB-Stick, einem Zugang aus dem Homeoffice. Firewall und Schwachstellenmanagement lösen zwei verschiedene Probleme.
„Dann haben wir eine Liste, die keiner abarbeitet."
Der berechtigte Einwand – deshalb verkaufen wir keinen Scan, sondern die Bewertung und die Reihenfolge. Fünf priorisierte Punkte im Monat sind abarbeitbar; eine Liste mit 800 Zeilen ist es nicht.
Häufige Fragen
Stört der Agent den laufenden Betrieb?
Er liest Versionsstände und Konfigurationen aus und meldet sie; er verändert nichts und greift nicht in Anwendungen ein. Die Last ist gering genug, dass er auch auf älteren Terminalservern mitläuft. Auf Steuerungsrechnern in der Produktion stimmen wir die Installation vorher mit Ihnen und gegebenenfalls dem Anlagenhersteller ab.
Wie oft wird geprüft?
Laufend. Der Agent meldet Änderungen, der Abgleich gegen die Schwachstellendatenbanken läuft fortwährend. Wenn eine neue, schwerwiegende Lücke in Software bekannt wird, die Sie einsetzen, sehen wir das im Regelfall am selben Tag und melden uns bei Bedarf sofort, nicht erst zum Monatsbericht.
Wir haben eine eigene IT. Können wir die Ergebnisse selbst abarbeiten?
Ja, das ist der übliche Weg im Co-Managed-Modell. Ihre IT bekommt Zugriff auf die Detailliste und den Monatsbericht, wir liefern Bewertung und Reihenfolge. Was Sie übernehmen und was wir umsetzen, legen wir schriftlich fest.
Werden auch Fehlkonfigurationen gefunden, nicht nur veraltete Software?
Zum Teil. Erkannt werden unter anderem offene Dienste, schwache Richtlinien und Systeme ohne Herstellerunterstützung. Eine vollständige Konfigurationsprüfung nach Härtungsvorgaben ist das nicht – für Microsoft 365 leistet das die Beratung & Härtung, für das Netz die Planung rund um die Firewall.
Was kostet die Einrichtung?
Sie hängt an der Zahl der Systeme und daran, wie einheitlich Ihre Umgebung ist. Der Aufwand entsteht beim Ausrollen der Agenten, bei der Aufnahme des Grundzustands und beim Aussortieren der Fehlalarme in den ersten Wochen. Sie bekommen dafür vorab einen Festpreis, keine offene Rechnung.
Wie lange läuft der Vertrag?
Die Mindestlaufzeit beträgt zwölf Monate. Danach verlängert sich der Vertrag um jeweils zwölf Monate, wenn er nicht drei Monate vor Ende gekündigt wird. Der Grund für eine Mindestlaufzeit ist die Einrichtung: Die ersten Wochen kosten Aufwand, der Nutzen entsteht über die Zeit, wenn der Verlauf sichtbar wird.
