IT-Lexikon · Sicherheit

Pentest (Penetrationstest)

Ein Penetrationstest ist ein beauftragter, kontrollierter Angriff auf die eigene IT, bei dem Sicherheitsexperten versuchen, wie echte Angreifer in Systeme einzudringen. Das Ergebnis zeigt, welche Lücken tatsächlich ausnutzbar sind – nicht nur, welche theoretisch existieren.

Was ist ein Pentest?

Bei einem Penetrationstest beauftragt ein Unternehmen Sicherheitsspezialisten, seine Systeme mit den Methoden echter Angreifer zu prüfen: von außen über Internetanschluss, Webanwendungen und VPN-Zugänge, von innen aus der Perspektive eines Mitarbeiters oder eines kompromittierten Rechners, oft ergänzt um simulierte Phishing-Angriffe. Umfang, Zeitraum und Grenzen werden vorab schriftlich festgelegt.

Am Ende steht ein Bericht mit den gefundenen Schwachstellen, ihrer Bewertung nach Risiko und konkreten Empfehlungen. Der Unterschied zum automatisierten Schwachstellenscan: Ein Pentester verkettet mehrere kleine Schwächen zu einem realen Angriffspfad und bewertet, was ein Angreifer damit tatsächlich erreichen könnte.

Warum ist ein Pentest für den Mittelstand relevant?

Viele Unternehmen in Mittelfranken haben in den letzten Jahren in Firewall, Endpoint-Schutz und MFA investiert. Ob diese Maßnahmen im Zusammenspiel halten, weiß man aber erst, wenn jemand ernsthaft versucht, sie zu umgehen. Ein Pentest liefert der Geschäftsführung eine belastbare Aussage: Hier stehen wir, das sind die drei Punkte, die zuerst geschlossen werden müssen.

Zudem verlangen Regelwerke die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit von Sicherheitsmaßnahmen. ISO 27001 fordert sie ausdrücklich, NIS2 nennt Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit von Risikomanagementmaßnahmen, und Cyber-Versicherer honorieren einen aktuellen Pentest-Bericht bei der Risikoeinstufung. Auch Kunden aus Industrie und öffentlicher Hand fragen bei Lieferantenbewertungen zunehmend nach Prüfnachweisen.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus führt selbst keine Penetrationstests an eigenen Kundenumgebungen durch – wer ein System betreibt, sollte es nicht selbst prüfen. Wir übernehmen dafür die Schritte davor und danach, die für den Erfolg entscheidend sind: Wir sorgen mit laufendem Schwachstellenmanagement, Patchmanagement und sauberer Dokumentation mit Docusnap dafür, dass ein Pentest nicht an Grundlagen scheitert, sondern die wirklich relevanten Lücken findet. Wir definieren mit Ihnen Umfang und Ziele, koordinieren den Test mit dem Prüfer und setzen die Empfehlungen anschließend priorisiert um.

Im Rahmen der NIS2-Beratung und der ISO-27001-Beratung planen wir Pentests als wiederkehrenden Bestandteil des Sicherheitsmanagements ein – gemeinsam mit unserer Schwesterfirma CMD Datenschutz & Compliance, die als externer Informationssicherheitsbeauftragter die Nachweisführung begleitet. Die Ergebnisse fließen in die Quartals-Roadmap unserer Managed IT-Services ein.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Pentest durchgeführt werden?

Als Richtwert einmal jährlich sowie nach größeren Änderungen wie einer Cloud-Migration, einem neuen Standort oder einer neuen extern erreichbaren Anwendung. Zwischen den Tests übernimmt das laufende Schwachstellenmanagement.

Stört ein Pentest den laufenden Betrieb?

Bei professioneller Durchführung nicht. Zeitfenster, ausgeschlossene Systeme und Abbruchkriterien werden vorab vereinbart; Produktionssysteme werden in der Regel nur passiv geprüft.

Was kostet ein Pentest?

Das hängt von Umfang und Tiefe ab – ein externer Test der Internetanbindung ist deutlich günstiger als ein umfassender interner Test. Konkrete Angebote holen wir gemeinsam mit Ihnen bei spezialisierten Prüfern ein; als Orientierung nennen wir Ihnen im Gespräch Größenordnungen.