Jede Branche hat ihre eigenen Stolpersteine. Wir kennen sie, weil wir sie in der Region täglich sehen.
- ProduktionMaschinennetze trennen, Hallen-WLAN, Wiederanlauf
- LogistikScanner, mehrere Standorte, Erreichbarkeit
- HandelKassensysteme, Filialen, Shop-Anbindung
- ArztpraxenVertraulichkeit belegen, Praxissoftware, TI
- KanzleienRechtssichere Archivierung, Mandantentrennung
- Kommunen & StadtwerkeNIS2, Netztrennung, Nachweise für die Aufsicht
- DienstleisterMobiles Arbeiten, Cloud, Zusammenarbeit
Eigene Leute an drei Standorten in Mittelfranken – deshalb können wir im Notfall denselben Tag zusagen.
Hand in Hand
Alles rund um Ihre IT – aus einer Hand
Von der Leitung im Serverraum bis zur KI im Arbeitsalltag: zwölf Bereiche, für jeden davon eigene Spezialisten. Was BES nicht selbst macht, übernimmt ein Haus der L&S Unternehmensgruppe – abgestimmt, nicht weitergereicht.
Server und Virtualisierung: modernisieren, ohne sich an einen Hersteller zu binden
Viele Serverräume in der Region tragen noch Hardware aus der Zeit vor der Pandemie – und seit den Preiserhöhungen bei VMware steht zusätzlich die Frage im Raum, ob die Virtualisierung überhaupt so bleiben kann. Wir sehen uns beides zusammen an: Was Ihre Anwendungen wirklich brauchen, was vor Ort bleiben muss, was in die Cloud gehört und welche Virtualisierung dafür die wirtschaftlichste ist.
Drei Wege – und keiner davon ist für alle richtig
Die Frage „Cloud oder eigener Server" wird meistens zu grundsätzlich gestellt. In der Praxis entscheidet sie sich pro Anwendung, nicht pro Unternehmen.
| Weg | Passt, wenn | Was dagegen spricht |
|---|---|---|
| Server vor Ort | Fachanwendungen große Datenmengen lokal verarbeiten, Maschinen angebunden sind oder die Internetanbindung schwach ist | Hardware, Raum, Strom, Kühlung und Austauschzyklus bleiben Ihr Thema |
| Hybrid | Ein Teil lokal bleiben muss, Dateien und Zusammenarbeit aber längst in Microsoft 365 laufen | Zwei Welten müssen sauber verbunden sein, sonst entstehen zwei Inseln |
| Server in der Cloud | Sie keinen Serverraum mehr betreiben wollen und die Anwendungen es hergeben | Laufende Kosten statt Anschaffung; die Internetanbindung wird geschäftskritisch |
In den meisten Projekten kommt eine Mischung heraus. Das ist kein Kompromiss, sondern das Ergebnis einer nüchternen Betrachtung je Anwendung.
Die VMware-Alternative: Proxmox und Hyper-V
Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom haben sich Lizenzmodell und Preise deutlich verändert. Für Unternehmen mit wenigen Hosts ist die Verlängerung oft der teuerste Posten der IT geworden – bei unverändertem Funktionsumfang. Das ist der Grund, warum das Thema gerade in fast jedem Serverprojekt aufkommt.
Es gibt zwei ernstzunehmende Wege heraus. Proxmox VE ist eine offene Virtualisierungsplattform mit Live-Migration, Cluster-Betrieb, Snapshots und integrierter Sicherung – funktional für den Mittelstand vollwertig, mit optionalem Support-Abonnement statt Lizenzzwang. Hyper-V ist die Microsoft-Variante und dann interessant, wenn Sie ohnehin überwiegend Windows-Server betreiben und die Lizenzen bereits besitzen.
| Kriterium | VMware heute | Proxmox VE | Hyper-V |
|---|---|---|---|
| Kostenmodell | Abonnement je Kern, in den letzten Jahren stark gestiegen | Software frei, Support-Abo optional je Server | In der Windows-Server-Lizenz enthalten |
| Live-Migration | ja | ja | ja |
| Cluster und Ausfallsicherheit | ja | ja | ja |
| Integrierte Sicherung | über Zusatzprodukte | enthalten, zusätzlich mit gängigen Backup-Lösungen nutzbar | über Backup-Lösung |
| Passt besonders für | Bestehende große Umgebungen | Mittelstand mit gemischten Systemen, Linux und Windows | Reine Windows-Umgebungen |
Wir empfehlen nicht pauschal den Wechsel. Wenn Ihr VMware-Vertrag günstig weiterläuft und die Umgebung stabil ist, bleibt sie, wo sie ist. Wenn die Verlängerung aber ein Vielfaches kostet, rechnen wir die Migration dagegen – inklusive Aufwand, Ausfallzeit und Risiko. Der Wechsel läuft in aller Regel virtuelle Maschine für virtuelle Maschine, außerhalb der Arbeitszeit, mit der Möglichkeit zurückzugehen, solange die alte Umgebung noch steht.
Was wir beim Server-Check ansehen
- Alter, Garantie und Auslastung der vorhandenen Hardware – und ob sie überhaupt der Engpass ist
- Virtualisierung: Version, Lizenzstand, anstehende Kosten bei Verlängerung
- Betriebssysteme und Datenbanken mit Blick auf auslaufenden Herstellersupport
- Fachanwendungen: Was braucht wirklich einen lokalen Server, was läuft längst woanders
- Sicherung: Wird der Server überhaupt gesichert, und wurde die Wiederherstellung je getestet
- Der Raum selbst: Stromversorgung, unterbrechungsfreie Versorgung, Kühlung, Zutritt, Brandschutz
- Das Ergebnis: eine Empfehlung je Anwendung, ein Zeitplan und eine Kostenrechnung über fünf Jahre
Der Serverraum ist öfter das Problem als der Server
Wir finden regelmäßig hochwertige Hardware in Räumen, die alles zunichtemachen: kein Klimagerät, im Sommer dreißig Grad, die unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Akkus von 2017, die Tür offen, weil es sonst zu warm wird, und daneben der Putzschrank. Ein Server, der dauerhaft zu heiß läuft, fällt nicht sofort aus – er altert schneller und fällt dann aus, wenn die Belastung am höchsten ist. Deshalb gehört der Raum zur Bestandsaufnahme, nicht nur die Technik darin.
Betrieb: wir übernehmen ihn, oder wir übergeben ihn sauber
Nach der Modernisierung läuft der Betrieb im Rahmen der IT-Flatrate: Überwachung rund um die Uhr, Updates, Kapazitätsplanung, Sicherung mit getesteter Wiederherstellung und Monatsreport. Wenn Sie eine eigene IT-Abteilung haben, geht das genauso im Co-Managed-Modell – dann betreiben wir die Plattform und Ihr Team arbeitet darauf. Und falls Sie sich später anders entscheiden: Die Dokumentation gehört Ihnen und wird vollständig herausgegeben.
Drei Sätze, die wir oft hören
„Der Server läuft doch noch."
Das tut er meist bis zu dem Tag, an dem er es nicht mehr tut. Entscheidend ist nicht das Alter allein, sondern ob es noch Ersatzteile und Herstellersupport gibt. Fällt ein Gerät ohne Garantie aus, reden wir über Tage Stillstand statt über Stunden.
„Cloud ist auf Dauer teurer."
Manchmal stimmt das, manchmal nicht – es kommt auf die Anwendung an. Gerechnet werden muss über fünf Jahre und mit allem: Hardware, Lizenzen, Strom, Kühlung, Wartung, Ausfallrisiko und Arbeitszeit. Diese Rechnung stellen wir auf, statt eine Richtung vorzugeben.
„Ein Wechsel der Virtualisierung ist zu riskant."
Er ist planbar. Migriert wird eine Maschine nach der anderen, außerhalb der Arbeitszeit, und die alte Umgebung bleibt bestehen, bis alles läuft. Der Rückweg ist damit jederzeit offen – das nimmt dem Projekt das Grundsätzliche.
Häufige Fragen
Ist Proxmox für ein Unternehmen wirklich geeignet?
Ja. Cluster, Live-Migration, Snapshots und Sicherung sind vorhanden, und es gibt ein kostenpflichtiges Support-Abonnement mit Zugriff auf geprüfte Paketquellen – das nutzen wir bei produktiven Umgebungen grundsätzlich. Der Unterschied zu VMware liegt weniger in der Funktion als im Preismodell und darin, wer die Plattform betreut.
Wie lange dauert eine Migration weg von VMware?
Für eine typische Umgebung mit zwei Hosts und zehn bis zwanzig virtuellen Maschinen rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen inklusive Vorbereitung und Tests. Die einzelnen Umschaltungen finden abends oder am Wochenende statt und dauern je Maschine meist unter einer Stunde.
Was passiert mit unseren Lizenzen?
Windows-Server-Lizenzen sind in der Regel übertragbar, allerdings mit Regeln, die von der Art der Lizenzierung abhängen. Wir prüfen den Bestand vor dem Projekt und sagen Ihnen, was mitgeht und was neu beschafft werden muss – bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Brauchen wir einen zweiten Server für Ausfallsicherheit?
Das hängt davon ab, wie lange Ihr Betrieb ohne die Systeme auskommt. Wer wenige Stunden verträgt, braucht kein Cluster, sondern ein schnelles Wiederanlaufkonzept aus dem Backup. Wer gar nicht stillstehen darf, braucht Redundanz – siehe Cloud-Backup & Disaster Recovery.
Können Sie unsere vorhandene Hardware weiterverwenden?
Oft ja, wenn Garantie und Leistung passen. Gerade beim Wechsel der Virtualisierung ist das ein Vorteil: Sie sparen die Lizenzkosten, ohne gleichzeitig neue Hardware kaufen zu müssen. Ob es sich lohnt, sagt der Server-Check.
