IT-Lexikon · Cloud & Betrieb

Mobile Device Management (MDM)

Mobile Device Management ist die zentrale Verwaltung und Absicherung von Smartphones, Tablets und Notebooks über eine Software-Plattform. Richtlinien, Apps und Sicherheitseinstellungen werden aus der Ferne verteilt und durchgesetzt.

Was ist Mobile Device Management?

Mit MDM registriert das Unternehmen jedes Gerät in einer Verwaltungsplattform – etwa Microsoft Intune. Von dort aus werden Regeln durchgesetzt: Bildschirmsperre und Verschlüsselung sind Pflicht, Betriebssystem-Updates werden erzwungen, nur freigegebene Apps dürfen auf Unternehmensdaten zugreifen, und bei Verlust oder Ausscheiden eines Mitarbeitenden lassen sich Firmendaten aus der Ferne löschen. Moderne Plattformen verwalten neben mobilen Geräten auch Windows- und macOS-Rechner und werden dann als Unified Endpoint Management bezeichnet.

MDM funktioniert für firmeneigene Geräte ebenso wie für private Geräte, die beruflich genutzt werden (BYOD). Im zweiten Fall wird nur ein geschützter Unternehmensbereich verwaltet, private Daten bleiben unberührt.

Warum MDM für den Mittelstand relevant ist

E-Mail, Teams, Kundendaten und Dokumente liegen heute selbstverständlich auf Smartphones – häufig auf Geräten ohne Sperrcode, ohne Verschlüsselung und mit veraltetem Betriebssystem. Geht ein solches Gerät in der Bahn zwischen Nürnberg und Ansbach verloren, hat ein Fremder Zugriff auf Ihr Unternehmen. Ohne MDM können Sie weder den Zugriff sperren noch die Daten löschen noch gegenüber der Datenschutzaufsicht belegen, dass das Gerät geschützt war.

Hinzu kommt der Nachweisdruck: Cyber-Versicherer fragen nach der Verwaltung mobiler Geräte. NIS2 verlangt Zugriffskontrolle und Sicherheit der Endgeräte. Ein ISMS nach ISO 27001 setzt Richtlinien für mobile Geräte voraus. Und Microsoft 365 lässt sich erst dann konsequent absichern, wenn über Conditional Access nur verwaltete, konforme Geräte Zugriff erhalten.

Was passiert, wenn nicht? Ein verlorenes Smartphone wird zum meldepflichtigen Datenschutzvorfall. Ein kompromittiertes Gerät wird zum Einstiegspunkt für Angreifer. Und beim Ausscheiden eines Mitarbeitenden bleiben Firmendaten auf seinem privaten Telefon.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus richtet Mobile Device Management auf Basis von Microsoft Intune ein und betreibt es als Bestandteil des Managed Workplace. Wir definieren mit Ihnen Richtlinien für Firmen- und Privatgeräte, verteilen Apps und Konfigurationen automatisch, koppeln den Zugriff auf Microsoft 365 an den Gerätezustand und übernehmen die Fernlöschung im Ernstfall. Intune ist in vielen Microsoft-365-Lizenzen bereits enthalten – welche, klären wir in der Microsoft 365 Beratung & Härtung. Auch Windows-Notebooks verwalten wir über dieselbe Plattform, sodass Sicherheitsupdates, Endpoint-Schutz und Konfiguration aus einer Hand kommen, wie in den Managed IT-Services beschrieben. Ob Ihr aktueller Stand den Anforderungen der Versicherer genügt, zeigt der Cyber-Versicherung-Check.

Häufige Fragen

Dürfen wir private Smartphones der Mitarbeitenden verwalten?

Ja, mit deren Zustimmung und beschränkt auf den Unternehmensbereich. Intune trennt Firmen- und Privatdaten; das Unternehmen sieht weder private Fotos noch private Apps. Eine schriftliche Nutzungsvereinbarung ist empfehlenswert.

Was passiert bei Verlust eines Geräts?

Der Mitarbeitende meldet den Verlust, wir sperren den Zugriff auf Unternehmensdaten und löschen sie aus der Ferne. Die Maßnahme wird protokolliert – ein wichtiger Nachweis für den Datenschutz.

Brauche ich zusätzliche Software für MDM?

Meist nicht. Microsoft Intune ist in Microsoft 365 Business Premium und höheren Lizenzen enthalten. Wir prüfen Ihren Lizenzstand und ergänzen nur, was fehlt.