IT-Lexikon · Cloud & Betrieb

Monitoring

IT-Monitoring ist die automatisierte, laufende Überwachung von Servern, Netzwerkgeräten, Diensten und Arbeitsplätzen. Es erkennt Abweichungen und Ausfälle frühzeitig und alarmiert die Technik – im Idealfall, bevor Anwender etwas merken.

Was ist Monitoring?

Ein Monitoring-System erfasst kontinuierlich Messwerte und Zustände: Ist der Server erreichbar? Wie voll ist die Festplatte? Läuft der Datenbankdienst? Ist das Backup der letzten Nacht durchgelaufen? Wie hoch sind Auslastung, Temperatur, Fehlerraten? Ist das Zertifikat der Webseite noch gültig? Überschreitet ein Wert einen Schwellenwert oder fällt ein Dienst aus, wird automatisch ein Ticket erzeugt und ein Techniker informiert.

Man unterscheidet Verfügbarkeitsüberwachung (läuft es?), Leistungsüberwachung (läuft es gut?) und Sicherheitsüberwachung (passiert etwas Ungewöhnliches?). Letztere geht in Richtung EDR/XDR und SIEM. Gutes Monitoring ist nicht nur Alarm, sondern auch Trend: Es zeigt, dass der Speicher in drei Monaten voll sein wird – nicht erst, wenn er es ist.

Warum Monitoring für den Mittelstand relevant ist

Ohne Monitoring ist der Anwender das Frühwarnsystem. Der Server fällt aus, die Buchhaltung ruft an, die IT beginnt zu suchen. Bis dahin ist der Betrieb bereits gestört. Mit Monitoring kennt der Dienstleister das Problem, bevor der Anruf kommt – oder hat es behoben, bevor es zum Problem wurde: die volle Festplatte geleert, den hängenden Dienst neu gestartet, die defekte Platte im RAID getauscht, solange die zweite noch lief.

Für Geschäftsführer in Schwabach, Nürnberg oder Gunzenhausen bedeutet das den Wechsel von reaktiver zu proaktiver IT – einer der wichtigsten Gründe, den Dienstleister zu wechseln. Zugleich liefert Monitoring die Daten, mit denen sich IT überhaupt steuern lässt: Verfügbarkeit, Kapazität, Ausfallhäufigkeit. Und es liefert Nachweise für Compliance, denn NIS2 und ISO 27001 verlangen die Überwachung kritischer Systeme, Versicherer fragen nach der Kontrolle des Backups.

Was passiert, wenn nicht? Ausfälle dauern länger, weil sie spät erkannt werden. Wiederkehrende Probleme bleiben unentdeckt. Und das Backup, auf das Sie im Ernstfall vertrauen, ist möglicherweise seit Wochen fehlgeschlagen, ohne dass es jemand bemerkt hat.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus überwacht die Umgebungen aller Kunden mit Managed Services rund um die Uhr – Server, Arbeitsplätze, Netzwerk, Firewalls, Cloud-Dienste und Backups. Alarme laufen in unser Ticketsystem und werden innerhalb der zugesagten Reaktionszeit unter zwei Stunden bearbeitet, kritische Ausfälle sofort. Monitoring ist die Grundlage für Patchmanagement, Kapazitätsplanung und den Monatsreport, den Sie als Bestandteil der Managed IT-Services erhalten. Die Managed Firewall wird ebenso laufend überwacht wie die Sicherungsläufe aus Cloud-Backup und Disaster Recovery – inklusive regelmäßiger Wiederherstellungstests. Unternehmen mit eigener IT binden wir im Co-Managed-Modell so ein, dass Ihre Administratoren dieselben Alarme und Auswertungen sehen wie wir.

Häufige Fragen

Was wird beim Monitoring alles überwacht?

Verfügbarkeit und Auslastung von Servern und Arbeitsplätzen, Netzwerkgeräte, Internetanbindung, Firewall, Dienste wie Datenbanken oder E-Mail, Backups, Zertifikate, Speicherplatz, Hardwarezustand und Cloud-Dienste wie Microsoft 365.

Sieht der Dienstleister durch Monitoring meine Daten?

Nein. Monitoring erfasst Zustände und Messwerte, keine Inhalte. Welche Informationen erhoben werden, ist im Auftragsverarbeitungsvertrag dokumentiert.

Was unterscheidet Monitoring von EDR oder SIEM?

Monitoring prüft, ob Systeme funktionieren. EDR und SIEM prüfen, ob Systeme angegriffen werden. Beides ergänzt sich; ein vollständiger Betrieb braucht beide Sichten.