Jede Branche hat ihre eigenen Stolpersteine. Wir kennen sie, weil wir sie in der Region täglich sehen.
- ProduktionMaschinennetze trennen, Hallen-WLAN, Wiederanlauf
- LogistikScanner, mehrere Standorte, Erreichbarkeit
- HandelKassensysteme, Filialen, Shop-Anbindung
- ArztpraxenVertraulichkeit belegen, Praxissoftware, TI
- KanzleienRechtssichere Archivierung, Mandantentrennung
- Kommunen & StadtwerkeNIS2, Netztrennung, Nachweise für die Aufsicht
- DienstleisterMobiles Arbeiten, Cloud, Zusammenarbeit
Eigene Leute an drei Standorten in Mittelfranken – deshalb können wir im Notfall denselben Tag zusagen.
Hand in Hand
Alles rund um Ihre IT – aus einer Hand
Von der Leitung im Serverraum bis zur KI im Arbeitsalltag: zwölf Bereiche, für jeden davon eigene Spezialisten. Was BES nicht selbst macht, übernimmt ein Haus der L&S Unternehmensgruppe – abgestimmt, nicht weitergereicht.
SIEM (Security Information and Event Management)
Ein SIEM ist eine zentrale Plattform, die Protokolldaten aus Servern, Firewalls, Endgeräten, Cloud-Diensten und Anwendungen sammelt, aufbewahrt und nach Angriffsmustern durchsucht. Es ist das Werkzeug, mit dem Sicherheitsvorfälle erkannt und nachträglich aufgeklärt werden.
Was ist ein SIEM?
Jedes System in einem Unternehmensnetz schreibt Protokolle: Anmeldungen, Fehler, Verbindungen, Änderungen. Für sich genommen sind diese Daten unübersichtlich und über Dutzende Geräte verteilt. Ein SIEM (Security Information and Event Management) führt sie an einer Stelle zusammen, vereinheitlicht sie und wertet sie mit Regeln und Analysen aus. Fällt eine verdächtige Kombination auf – etwa mehrere fehlgeschlagene Anmeldungen, dann eine erfolgreiche von einem neuen Gerät, dann der Zugriff auf ein Adminkonto –, erzeugt das SIEM einen Alarm.
Der zweite Zweck ist die Aufbewahrung: Nach einem Vorfall lässt sich rekonstruieren, wann und wie ein Angreifer eingedrungen ist und welche Systeme betroffen sind. Ohne zentrale Protokolle ist das nach einem Angriff oft nicht mehr möglich, weil Angreifer lokale Protokolle löschen.
Warum ist ein SIEM für den Mittelstand relevant?
Klassische SIEM-Systeme galten lange als Werkzeug für Konzerne: teuer, aufwendig einzurichten und ohne Team, das die Alarme bearbeitet, wertlos. Für ein Unternehmen mit 50 Arbeitsplätzen war das nicht darstellbar. Zwei Entwicklungen haben das verändert. Erstens bieten cloudbasierte Lösungen wie Microsoft Sentinel eine nutzungsabhängige Abrechnung. Zweitens decken XDR-Plattformen einen großen Teil der Erkennungsaufgabe mit deutlich weniger Konfigurationsaufwand ab.
Der Bedarf entsteht heute vor allem aus Pflichten: NIS2 verlangt von betroffenen Unternehmen – etwa Stadtwerken, Entsorgern oder deren Zulieferern – die Erkennung von Sicherheitsvorfällen und die Fähigkeit, sie innerhalb von 24 Stunden zu melden. ISO 27001 fordert Protokollierung und Überwachung als Kontrollen. Und nach einem Vorfall verlangen Versicherer, Behörden und Kunden eine belastbare Aufklärung. Wer keine zentralen Protokolle hat, kann sie nicht liefern.
Was BES daraus macht
BES Systemhaus verfolgt einen abgestuften Ansatz. Für die meisten mittelständischen Kunden ist der erste Schritt eine saubere Protokollierung an den entscheidenden Stellen: Firewall, Microsoft 365, Server und Endpoint-Schutz – mit ausreichender Aufbewahrungsdauer und Auswertung im Rahmen der Managed IT-Services. Die XDR-Plattformen unserer Partner Sophos und Microsoft übernehmen dabei die Korrelation von Ereignissen über Endgeräte, Identitäten und Cloud hinweg.
Wo Pflichten aus NIS2 oder ein Zertifizierungsvorhaben nach ISO 27001 mehr verlangen, konzipieren wir im Rahmen der NIS2-Beratung und ISO-27001-Beratung ein vollwertiges SIEM auf Basis von Microsoft Sentinel, binden die Quellen an und legen fest, wer Alarme bearbeitet – intern, durch uns oder durch einen SOC-Dienst. Gemeinsam mit unserer Schwesterfirma CMD Datenschutz & Compliance sorgen wir dafür, dass Protokollierung und Datenschutz zusammenpassen.
Häufige Fragen
Brauche ich als Unternehmen mit 40 Mitarbeitern ein SIEM?
In der Regel nicht als eigenständiges System. Wichtig sind zentrale Protokolle der Kernsysteme und eine XDR-Lösung, die Ereignisse korreliert. Ein vollwertiges SIEM wird relevant, wenn NIS2, ISO 27001 oder Kundenanforderungen es verlangen.
Wie lange müssen Protokolle aufbewahrt werden?
Es gibt keine pauschale Frist. Üblich sind 90 Tage für die laufende Auswertung und sechs bis zwölf Monate für die Aufklärung – abgestimmt mit dem Datenschutz, weil Protokolle personenbezogene Daten enthalten.
Was ist der Unterschied zwischen SIEM und SOC?
Das SIEM ist das Werkzeug, das SOC das Team, das damit arbeitet. Ein SIEM ohne Menschen, die Alarme bewerten, bringt keinen Sicherheitsgewinn.
