Jede Branche hat ihre eigenen Stolpersteine. Wir kennen sie, weil wir sie in der Region täglich sehen.
- ProduktionMaschinennetze trennen, Hallen-WLAN, Wiederanlauf
- LogistikScanner, mehrere Standorte, Erreichbarkeit
- HandelKassensysteme, Filialen, Shop-Anbindung
- ArztpraxenVertraulichkeit belegen, Praxissoftware, TI
- KanzleienRechtssichere Archivierung, Mandantentrennung
- Kommunen & StadtwerkeNIS2, Netztrennung, Nachweise für die Aufsicht
- DienstleisterMobiles Arbeiten, Cloud, Zusammenarbeit
Eigene Leute an drei Standorten in Mittelfranken – deshalb können wir im Notfall denselben Tag zusagen.
Hand in Hand
Alles rund um Ihre IT – aus einer Hand
Von der Leitung im Serverraum bis zur KI im Arbeitsalltag: zwölf Bereiche, für jeden davon eigene Spezialisten. Was BES nicht selbst macht, übernimmt ein Haus der L&S Unternehmensgruppe – abgestimmt, nicht weitergereicht.
IT-Notfallplan
Ein IT-Notfallplan ist ein Dokument, das für den Fall eines schweren IT-Ausfalls oder Cyberangriffs festlegt, wer informiert wird, wer entscheidet, welche Systeme in welcher Reihenfolge wiederhergestellt werden und wie der Betrieb zwischenzeitlich weiterläuft. Er muss auch dann verfügbar sein, wenn die IT selbst nicht mehr funktioniert.
Was ist ein IT-Notfallplan?
Der IT-Notfallplan ist das operative Handbuch für den Ernstfall. Er enthält Sofortmaßnahmen (was tun in den ersten 30 Minuten: Netzwerk trennen, wen anrufen, was nicht anfassen), eine Kontaktliste mit Geschäftsführung, IT-Dienstleister, Versicherer, Datenschutzbeauftragtem, Behörden und wichtigen Kunden, eine Übersicht der kritischen Systeme mit Wiederanlaufreihenfolge und RTO/RPO, Anleitungen für den Notbetrieb ohne IT sowie Vorlagen für die interne und externe Kommunikation und für Meldungen an Aufsichtsbehörden.
Wesentlich ist die Form: Der Plan muss auf Papier und auf einem Gerät außerhalb des Firmennetzes vorliegen. Ein Notfallplan, der auf dem verschlüsselten Fileserver liegt, ist keiner.
Warum ist ein IT-Notfallplan für den Mittelstand relevant?
Ein Ransomware-Angriff wird typischerweise am Wochenende oder nachts bemerkt. In dieser Situation zählen Stunden – und sie gehen verloren, wenn erst geklärt werden muss, wer zuständig ist, wie der IT-Dienstleister außerhalb der Geschäftszeiten erreichbar ist, ob der Versicherer vor Maßnahmen informiert werden muss und wo die Zugangsdaten für das Backup liegen. Unternehmen mit Plan sind nach Erfahrungswerten deutlich schneller wieder arbeitsfähig als solche ohne.
Für Geschäftsführer ist der Notfallplan zudem eine Anforderung von außen: Praktisch jeder Cyber-Versicherer fragt im Antrag danach und erwartet im Schadenfall, dass er befolgt wurde. NIS2 verlangt Krisenmanagement und Meldeprozesse mit Fristen von 24 Stunden für die Erstmeldung – ohne vorbereiteten Ablauf nicht einzuhalten. Die DSGVO fordert die Meldung von Datenschutzverletzungen innerhalb von 72 Stunden. ISO 27001 sieht den Notfallplan als Kontrolle vor. Und im Nachhinein ist er der Beleg, dass die Geschäftsleitung ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.
Was BES daraus macht
BES Systemhaus erstellt den IT-Notfallplan gemeinsam mit Ihnen – als eigenständige Leistung oder als Bestandteil der Managed IT-Services. Grundlage ist die IT-Dokumentation mit Docusnap, aus der Systeme, Abhängigkeiten und Zugänge hervorgehen. Darauf aufbauend legen wir mit der Geschäftsführung Prioritäten, Zuständigkeiten und Wiederanlaufreihenfolge fest, ergänzen Kontaktlisten, Kommunikationsvorlagen und Meldeabläufe und übergeben den Plan in gedruckter und offline verfügbarer Form.
Der technische Teil – Sicherung, Wiederanlauf und Notbetrieb aus dem Rechenzentrum – ist über Cloud-Backup und Disaster Recovery abgedeckt. Für Unternehmen mit Meldepflichten integrieren wir die Abläufe in die NIS2-Beratung, gemeinsam mit unserer Schwesterfirma CMD Datenschutz & Compliance für Datenschutzmeldungen. Ob Ihr vorhandener Plan den Anforderungen Ihres Versicherers genügt, prüfen wir im Cyber-Versicherungs-Check. Der Plan wird jährlich und bei Änderungen aktualisiert und mindestens einmal im Jahr durchgesprochen.
Häufige Fragen
Wie umfangreich muss ein IT-Notfallplan sein?
Für ein Unternehmen mit 20 bis 100 Arbeitsplätzen reichen meist 15 bis 30 Seiten. Wichtiger als Umfang ist, dass er aktuell ist, an der richtigen Stelle liegt und die Beteiligten ihn kennen.
Wer sollte den Notfallplan kennen?
Geschäftsführung, Stellvertretung, IT-Verantwortliche und die Personen, die im Notbetrieb Schlüsselrollen haben – etwa Produktionsleitung und Buchhaltung. Der IT-Dienstleister erhält eine Kopie.
Was ist der Unterschied zum Business-Continuity-Plan?
Der IT-Notfallplan regelt den IT-Ausfall. Business Continuity betrachtet alle Störungen des Geschäftsbetriebs, auch Gebäude, Personal und Lieferanten. Der IT-Notfallplan ist ein Teil davon.
