IT-Lexikon · Kommunikation

Teams-Telefonie

Teams-Telefonie bedeutet, mit Microsoft Teams ins öffentliche Telefonnetz zu telefonieren. Dafür braucht Teams eine Telefonie-Lizenz und eine Verbindung zum Telefonnetz – wofür es drei Varianten gibt.

Definition

Microsoft Teams kann von Haus aus nur Teams-zu-Teams-Gespräche führen. Mit dem Zusatz „Teams Phone“ (Telefonsystem) wird Teams zur Telefonanlage mit Rufnummern, Warteschlangen, automatischen Telefonzentralen und Voicemail. Die Anbindung ans Telefonnetz erfolgt auf eine von drei Arten:

  • Microsoft-Anrufplan: Microsoft ist selbst der Telefonanbieter und liefert Rufnummern und Minutenkontingente.
  • Operator Connect: Ein zertifizierter Telefonanbieter stellt den Anschluss bereit und wird direkt im Teams-Admin-Center verwaltet.
  • Direct Routing: Ein SIP-Trunk eines beliebigen Anbieters wird über ein Session Border Controller mit Teams verbunden – die flexibelste, aber technisch aufwendigste Variante.

Warum Teams-Telefonie für den Mittelstand relevant ist

Die Idee ist naheliegend: Teams ist ohnehin im Einsatz, warum nicht auch telefonieren? Für Unternehmen, die überwiegend am PC arbeiten und wenige Anlagenfunktionen brauchen, kann das funktionieren. Mitarbeitende haben ein Werkzeug für Chat, Besprechung und Telefon, die Verwaltung liegt im Microsoft-365-Admin-Center.

Es gibt aber Grenzen, die Geschäftsführer vorab kennen sollten. Die Telefonie-Lizenz kostet pro Nutzer zusätzlich zu Microsoft 365 – bei 80 Nutzern eine spürbare monatliche Summe. Teams Telefon Standard steht in der Microsoft-Liste mit 8,70 € je Nutzer und Monat, mit Inlands-Anrufplan bei 19,10 € (netto, Stand September 2026). Klassische Anlagenfunktionen wie Türsprechstellen, Faxgeräte, Sammelanschlüsse in der Produktion, Anrufaufzeichnung oder ausgefeilte Warteschlangen sind eingeschränkt oder erfordern Zusatzlösungen. Tischtelefone müssen Teams-zertifiziert sein. Und wenn Microsoft 365 gestört ist, steht auch das Telefon.

Deshalb entscheiden sich viele Mittelständler für einen Mittelweg: Eine Telefonanlage wie 3CX übernimmt Rufnummern und Anlagenlogik, und Teams wird als Oberfläche angebunden. Mitarbeitende am Schreibtisch telefonieren aus Teams, die Produktion nutzt Tischtelefone, und die Lizenzkosten pro Nutzer bleiben niedriger.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus berät herstellerneutral, welche Variante zum Unternehmen passt: reine Teams-Telefonie, 3CX mit Teams-Integration oder eine klassische Cloud-Anlage. Grundlage ist eine Analyse der Arbeitsplätze – wer telefoniert wie viel, wo, mit welchen Geräten – und ein Kostenvergleich über fünf Jahre.

Für die meisten Unternehmen in Mittelfranken mit 20 bis 250 Arbeitsplätzen empfehlen wir die Cloud-Telefonanlage 3CX mit Teams-Anbindung, weil sie Funktionsumfang, Kosten und Ausfallsicherheit am besten verbindet. Wo reine Teams-Telefonie sinnvoll ist, richten wir sie im Rahmen der Microsoft 365 Beratung & Härtung ein. Der Betrieb läuft in beiden Fällen über unsere Managed IT-Services.

Häufige Fragen

Kann ich meine Rufnummern zu Teams mitnehmen?

Ja. Bei Anrufplan und Operator Connect werden die Nummern zu Microsoft beziehungsweise zum Anbieter portiert, bei Direct Routing bleiben sie beim bestehenden SIP-Anbieter.

Was kostet Teams-Telefonie?

Pro Nutzer fallen die Teams-Phone-Lizenz und je nach Variante Minutenkontingente oder ein SIP-Trunk an. In Business-Premium- oder E3-Plänen ist die Telefonie-Lizenz nicht enthalten. Was das für Ihre Nutzerzahl bedeutet, rechnen wir im Angebot aus.

Ist Teams-Telefonie ausfallsicher?

Sie hängt von der Verfügbarkeit von Microsoft 365 und der Internetleitung ab. Eine Rufumleitung auf Mobiltelefone lässt sich einrichten; eine von Microsoft unabhängige Anlage bietet hier mehr Kontrolle.