IT-Lexikon · Kommunikation

UniFi

UniFi ist die Netzwerk- und Kameraplattform des Herstellers Ubiquiti. Access Points, Switches, Gateways, Kameras und Zutrittskontrolle werden über eine gemeinsame Oberfläche verwaltet – lokal oder aus der Ferne.

Definition

UniFi bezeichnet eine Produktfamilie von Ubiquiti, die mehrere Bereiche der Gebäudeinfrastruktur abdeckt: WLAN-Access-Points für innen und außen, Switches mit PoE, Gateways für Internetanbindung und Routing, IP-Kameras mit lokaler Aufzeichnung (UniFi Protect) sowie Türsteuerung und Zutrittskontrolle (UniFi Access). Alle Komponenten werden über eine zentrale Verwaltungsinstanz – eine Konsole im Netzwerk oder eine gehostete Anwendung – konfiguriert und überwacht.

Der Ansatz unterscheidet sich von Einzelgeräten unterschiedlicher Hersteller: Ein neuer Access Point wird eingesteckt, in der Konsole übernommen und erhält automatisch die Konfiguration der bestehenden Netze. Netze für Mitarbeitende, Gäste, Scanner oder Kameras werden einmal als VLAN definiert und gelten dann an jedem Access Point und Switch.

Warum UniFi für den Mittelstand relevant ist

Für Unternehmen mit 10 bis 250 Arbeitsplätzen liegt UniFi in einem sinnvollen Bereich zwischen Consumer-Geräten aus dem Elektromarkt und Enterprise-Lösungen mit Lizenzgebühren pro Gerät. Die Hardware ist bezahlbar, für die Verwaltungssoftware fallen keine laufenden Lizenzkosten an, und der Funktionsumfang – VLANs, Gastportal, Roaming, Bandbreitensteuerung – reicht für die meisten Betriebe in Mittelfranken aus.

Der praktische Nutzen zeigt sich im Betrieb. Ein Standort in Weißenburg und einer in Nürnberg lassen sich in derselben Konsole verwalten. Kameras zeichnen lokal auf, ohne Cloud-Abo, und die Aufnahmen bleiben im Unternehmen – ein Punkt, der für den Datenschutz relevant ist. Störungen an Access Points oder Switches werden gemeldet, bevor Mitarbeitende sie bemerken.

Wie jedes Netzwerk braucht auch UniFi eine Planung. Access Points ohne WLAN-Ausleuchtung aufzuhängen, führt zu Funklöchern und Störungen. Kameras ohne Datenschutzkonzept – Hinweisschilder, Aufzeichnungsdauer, Zugriffsrechte, Betriebsvereinbarung – können zum rechtlichen Problem werden. Und die Konsole selbst muss aktuell gehalten und gegen unbefugten Zugriff geschützt sein.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus setzt UniFi für WLAN, Switching und Videoüberwachung ein: Planung auf Basis einer Ausleuchtung, Installation von Access Points und PoE-Switches, Trennung der Netze per VLAN, Einrichtung von Kameras mit Aufzeichnung im Unternehmen und Übergabe an die Geschäftsführung mit Dokumentation in Docusnap. Datenschutzfragen zur Videoüberwachung klärt auf Wunsch unsere Schwesterfirma CMD Datenschutz & Compliance.

Die Umgebung wird im Rahmen unserer Managed IT-Services überwacht und aktuell gehalten. Leistungsumfang und Ablauf der WLAN-Planung beschreibt die Seite WLAN-Ausleuchtung; Besonderheiten für Hallen und Außenbereiche finden Sie unter IT für Logistik.

Häufige Fragen

Brauche ich für UniFi ein laufendes Abonnement?

Für die Verwaltung von WLAN, Switches und Kameras nein; die Software läuft auf einer Konsole im eigenen Netzwerk. Optionale Cloud-Funktionen wie der Fernzugriff sind kostenfrei, erweiterte Dienste können kostenpflichtig sein.

Können UniFi-Kameras auch außen eingesetzt werden?

Ja. Es gibt wetterfeste Modelle für Hof, Zufahrt und Fassade, die über PoE versorgt werden. Für den Außeneinsatz ist ein Datenschutzkonzept besonders wichtig, weil öffentliche Bereiche nicht erfasst werden dürfen.

Lässt sich UniFi mit einer bestehenden Firewall kombinieren?

Ja. Viele unserer Kunden betreiben eine Managed Firewall von Securepoint oder Sophos und nutzen UniFi für WLAN, Switches und Kameras dahinter. Das UniFi-Gateway ist dann nicht erforderlich.