IT-Lexikon · Kommunikation

WLAN-Ausleuchtung / Heatmap

Eine WLAN-Ausleuchtung ist die planmäßige Messung und Planung der Funkabdeckung in einem Gebäude. Das Ergebnis ist eine Heatmap, die zeigt, wo das WLAN gut, schwach oder gar nicht funktioniert – und wie viele Access Points wohin gehören.

Definition

Bei einer WLAN-Ausleuchtung wird der Grundriss eines Gebäudes in eine Planungssoftware geladen, mit Wänden, Materialien und Nutzungsbereichen versehen und dann simuliert oder vor Ort gemessen, welche Signalstärke an jedem Punkt ankommt. Die farbige Darstellung – grün gut, gelb schwach, rot unzureichend – ist die Heatmap.

Unterschieden werden die Vorabplanung (Simulation vor der Installation), die Vor-Ort-Messung mit Messgerät und Test-Access-Point und die Nachmessung nach der Installation, die belegt, dass die Planung eingehalten wurde. Gemessen werden nicht nur Signalstärke, sondern auch Störungen durch Nachbar-WLANs, Kanalbelegung und Datenrate.

Warum eine WLAN-Ausleuchtung für den Mittelstand relevant ist

„Das WLAN ist schlecht“ ist in vielen Unternehmen eine Dauerbeschwerde – in der Halle bricht der Scanner ab, im Besprechungsraum ruckelt die Videokonferenz, im zweiten Stock gibt es Funklöcher. Die übliche Reaktion, einfach weitere Access Points aufzuhängen, verschlimmert das Problem oft, weil sich die Geräte gegenseitig stören.

Produktion und Logistik in Mittelfranken sind besonders betroffen: Hochregale aus Metall, Maschinen, Kühlräume und große Hallen dämpfen und reflektieren Funksignale. Ein Handscanner, der beim Kommissionieren die Verbindung verliert, kostet jedes Mal Minuten – bei 20 Scannern und 200 Arbeitstagen summiert sich das erheblich. Auch Bürogebäude mit Stahlbeton, Glaswänden und dichter Belegung brauchen eine Planung, sonst reicht die Kapazität für Notebooks, Smartphones und Gäste nicht.

Eine Ausleuchtung ersetzt Raten durch Messen. Sie legt fest, wie viele Access Points welcher Leistungsklasse an welchen Positionen nötig sind, welche Kanäle sie nutzen und wo Kabel und PoE-Ports gebraucht werden. Das Ergebnis ist meist günstiger als die bisherige Sammlung aus Einzelgeräten – und funktioniert.

Was BES daraus macht

BES Systemhaus führt WLAN-Ausleuchtungen für Büros, Hallen und Außenbereiche durch: Grundriss aufnehmen, Nutzungsbereiche und Gerätezahlen erfassen, Simulation, Vor-Ort-Messung, Heatmap mit Empfehlung. Auf dieser Basis installieren wir Access Points von Ubiquiti UniFi, trennen Netze für Mitarbeitende, Gäste, Scanner und Maschinen per VLAN und messen nach. Details zu Ablauf und Leistungsumfang finden Sie auf der Seite WLAN-Ausleuchtung.

Für Unternehmen in Produktion und Logistik planen wir das WLAN mit Blick auf Scanner, Roaming zwischen Access Points und Störquellen durch Maschinen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine WLAN-Ausleuchtung?

Für ein Bürogebäude mit 1.000 Quadratmetern etwa einen halben Tag vor Ort plus Auswertung; für eine Halle mit Hochregalen ein bis zwei Tage. Die Heatmap mit Empfehlung liegt in der Regel innerhalb weniger Werktage vor.

Reicht eine Simulation, oder muss vor Ort gemessen werden?

Für einfache Bürogrundrisse ist eine Simulation oft ausreichend. Bei Hallen, Metallregalen, Maschinen oder Altbauten mit dicken Wänden ist die Messung vor Ort notwendig, weil die tatsächliche Dämpfung von der Simulation abweichen kann.

Was kostet eine WLAN-Ausleuchtung?

Das hängt von Fläche und Komplexität ab. Wir nennen den Preis nach einem kurzen Gespräch als Festpreis; bei anschließender Installation durch BES wird die Ausleuchtung verrechnet.