Jede Branche hat ihre eigenen Stolpersteine. Wir kennen sie, weil wir sie in der Region täglich sehen.
- ProduktionMaschinennetze trennen, Hallen-WLAN, Wiederanlauf
- LogistikScanner, mehrere Standorte, Erreichbarkeit
- HandelKassensysteme, Filialen, Shop-Anbindung
- ArztpraxenVertraulichkeit belegen, Praxissoftware, TI
- KanzleienRechtssichere Archivierung, Mandantentrennung
- Kommunen & StadtwerkeNIS2, Netztrennung, Nachweise für die Aufsicht
- DienstleisterMobiles Arbeiten, Cloud, Zusammenarbeit
Eigene Leute an drei Standorten in Mittelfranken – deshalb sind wir im Notfall noch am selben Tag bei Ihnen.
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Alles rund um Ihre IT – aus einer Hand
Von der Leitung im Serverraum bis zur KI im Arbeitsalltag: zwölf Bereiche, für jeden davon eigene Spezialisten. Was BES nicht selbst macht, übernimmt ein Haus der L&S Unternehmensgruppe – abgestimmt, nicht weitergereicht.
CASB: Cloud Access Security Broker einfach erklärt
Ein CASB ist eine Sicherheitsschicht zwischen den Nutzern und den Cloud-Diensten eines Unternehmens. Er zeigt, welche Cloud-Apps tatsächlich genutzt werden, setzt Regeln für den Umgang mit Daten durch und erkennt verdächtige Zugriffe.
Was ist ein CASB?
CASB steht für Cloud Access Security Broker. Der Begriff stammt vom Analysehaus Gartner. Gemeint ist eine Software, meist selbst als Cloud-Dienst betrieben, die zwischen Mitarbeitenden und Cloud-Anwendungen wie Microsoft 365, Dropbox, Salesforce oder einem KI-Chat sitzt. Sie überträgt die Sicherheitsregeln, die im eigenen Netz selbstverständlich sind, auf Dienste, die außerhalb davon laufen.
Die vier Aufgaben eines CASB
- Sichtbarkeit: Welche Cloud-Dienste werden genutzt, von wem und mit welchem Datenvolumen? Hier zeigt sich die Schatten-IT, also Apps, die niemand freigegeben hat.
- Compliance: Bewertung der Dienste nach Sicherheits- und Datenschutzkriterien, etwa Serverstandort oder Zertifizierungen, und Sperren riskanter Apps.
- Datensicherheit: Regeln zur Verhinderung von Datenabfluss (Data Loss Prevention): Vertrauliche Dateien dürfen nicht öffentlich geteilt oder auf private Konten hochgeladen werden.
- Bedrohungsschutz: Erkennen ungewöhnlicher Zugriffe, etwa Massen-Downloads, Anmeldungen aus zwei Ländern kurz hintereinander oder kompromittierte Konten.
Wie arbeitet ein CASB?
- API-Modus: Der CASB verbindet sich über Schnittstellen direkt mit dem Cloud-Dienst und prüft Dateien, Freigaben und Aktivitäten. Kein Eingriff in den Datenverkehr, dafür Reaktion erst nach dem Ereignis.
- Proxy-Modus: Der Datenverkehr läuft durch den CASB (Forward- oder Reverse-Proxy). So lassen sich Aktionen in Echtzeit blockieren, etwa der Download auf ein nicht verwaltetes Gerät.
- Log-Auswertung: Firewall- und Proxy-Protokolle werden ausgewertet, um Schatten-IT zu finden, ganz ohne Eingriff.
Die meisten Lösungen kombinieren diese Verfahren.
CASB, SSE und SASE
Heute ist der CASB meist kein Einzelprodukt mehr, sondern Teil von Security Service Edge (SSE). Dazu gehören neben dem CASB ein Secure Web Gateway für das Surfen und Zero Trust Network Access als VPN-Ersatz. Kommt die Netzwerkseite mit SD-WAN dazu, spricht man von SASE (Secure Access Service Edge). Alle Ansätze folgen dem Zero-Trust-Gedanken.
CASB in Microsoft 365
Microsofts CASB heißt Microsoft Defender for Cloud Apps (früher Microsoft Cloud App Security). Er arbeitet eng mit Conditional Access, Intune und Purview zusammen. Welche Funktionen in welchem Lizenzpaket enthalten sind, unterscheidet sich je nach Plan. Für viele kleinere Unternehmen ist der erste Schritt deshalb eine Bestandsaufnahme: Welche Cloud-Apps sind im Einsatz, und welche Regeln braucht es wirklich?
Häufige Fragen
Braucht ein kleines Unternehmen einen CASB?
Nicht unbedingt als eigenes Produkt. Oft reichen zunächst saubere Freigaberegeln in Microsoft 365, Conditional Access und ein Überblick über die genutzten Cloud-Apps. Ein CASB lohnt sich, wenn viele Cloud-Dienste im Einsatz sind oder strenge Vorgaben für vertrauliche Daten gelten.
Was ist Schatten-IT?
Cloud-Dienste und Apps, die Mitarbeitende ohne Freigabe der IT nutzen, zum Beispiel private Speicherdienste, Übersetzungstools oder KI-Chats. Das Risiko: Firmendaten landen bei Anbietern, deren Datenschutz niemand geprüft hat.
Was ist der Unterschied zwischen CASB und Firewall?
Die Firewall schützt die Übergänge des eigenen Netzwerks. Der CASB schützt die Nutzung von Cloud-Diensten, auch wenn Mitarbeitende im Homeoffice oder unterwegs arbeiten und gar nicht durch die Firmen-Firewall gehen.
Hilft ein CASB bei DSGVO und NIS2?
Er kann helfen, weil er zeigt, wohin Daten fließen, und Regeln technisch durchsetzt. Er ersetzt aber weder das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten noch die Prüfung der Anbieter und Verträge.
